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Die Stellung eines Wali hängt von Befolgung des Propheten ab

von (5. Februar 2012) Bedeutung der Sunnah

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Die großartigsten Freunde Allahs sind jene welche am besten den Propheten befolgen.

Die leitendenden Persönlichkeiten der Religion  welche eine tiefe Einsicht in der Religion haben und aufrichtig dessen geraden Weg folgen, ob Ṣūfīs oder nicht Ṣūfīs, ermahnen jeden sich in Askese, Hingabe und Gnosis (ma’rifah[1]) und Erleuchtung (Ishraq) zu verpflichten durch das verweilen auf dem Qur’ān und der Sunnah. Al-Junayd Ibn Muḥammad sagte: „Die Kenntnisse von uns werden durch den Qur’an und der Sunnah regiert. Wer auch immer nicht den Qur’ān liest oder die ḥadithe zitiert sollte nicht über unsere Ideen sprechen.“ Abū Sulaymān ad-Dāranī sagte: „Wenn eine Idee von unseren Leuten mein Gemüt erreicht akzeptiere ich es nicht, außer es wird durch zwei Zeugnisse unterstützt: dem Qur’ān und die Sunnah.“ Auch sagte er: „Jemand der Inspiration erhält etwas zu tun sollte nicht demnach handeln, außer er hat eine Überlieferung darüber.“ Abū Uthmān an-Nishāpūrī sagte: „Wer auch immer den Qur’ān und die Sunnah volle Kontrolle über seine Worte und Handlungen gibt wird Weisheit sprechen, doch wer auch immer sich selbst seinen Begierden hingibt wird nur Häresie sprechen, denn Allah sagte in Seiner Ewigen Reden: Wenn ihr ihm (aber) gehorcht, seid ihr rechtgeleitet. (Sure an-Nur, Vers.54) Ein anderer Ṣūfī sagte: „Wer auch immer nicht seine Ideen untersucht wird zu jedem Zeitpunkt nicht zu den Ṣūfīs gezählt“

Als Abū Yazīd al-Bisṭāmī berichtet wurde, dass ein gewisser Ṣūfī in der Stadt ist wollte er ihn sehen gehen. Doch als er ihn sah, wie er in Richtung der qiblah Spuckte, sagte er zu seinem Gefährten: „Lass uns zurückgehen. Diesem Mann kann man nicht in den äußerlichen Verhaltensweisen der Sharī’ia vertrauen; wie könnten wir ihm in den innerlichen Angelegenheiten vertrauen.“ Was Abū Yazīd tat wird durch ein ḥadith welcher im Sunan von Abū Dāwūd und anderen berichtet wird unterstützt. Es gab ein Imām in einer der Moscheen der Anṣar (aus Medina), und jeder Anṣāri Stamm hatte ihre eigene Moschee. Eines Tages besuchte der Prophet – Allahs Segen und Friede auf ihm – die Moschee jenes Imām und entedeckte das die Wand gen qiblah etwas mit Sputum/Spucke/Schleim behaftet war. Er fragte nach wer dorthin spuckte und ihm wurde erzählt, dass es der Imām tat. Nachdem er – Allahs Segen und Friede auf ihm – dies hörte bat er die Leute nicht hinter ihm zu beten. Als der Imām kam und das Gebet leiten wollte stoppten  ihm die Leute und sagten das der Prophet – Allahs Segen und Friede auf ihm –  ihnen rat nicht hinter ihm (also dem Imām) zu beten. Sodann ging er zum Propheten – Allahs Segen und Friede auf ihm – und befragte ihn darüber. Der Prophet – Allahs Segen und Friede auf ihm – sagte: „Ja, sie liegen richtig. Du verärgerst Allah und Seinem Gesandten.“[2]

Viele Ṣūfī Shuyukh und Ulamā haben gesagt: „Falls Du eine Person fliegend im Himmel oder über Wasser laufen siehst lasse dich nicht täuschen. Du hast zu ermitteln/festzustellen ob er den Befehlen der Sharī’ia folgt.“[3] Viele weitere Aussprüche der Ṣūfī Shuyukh und A’immah der Religion können dazu angeführt werden. In den Augen allersamt ist der größte Walī von Allah jener welcher den Propheten am besten befolgt. Dies ist der Grund weshalb Abū Bakr aṣ-Ṣiddiq der größte Walī nach dem Propheten ist.  Wohl wahr hat die Sonne nimmer einen größeren als Abū Bakr erblickt, abgesehen von den Propheten und Gesandten Allahs. Dies weil er den Propheten aufrichtiger/wahrhaftiger befolgte als irgendjemand anderer. Bezüglich dieses Punktes gibt es eine vollkommene Übereinstimmung, (also) dass es keinen anderen Weg gibt für die Leute Allah nahezukommen, außer durch die Befolgung des Propheten, welcher das Bindeglied zwischen ihnen und Allah ist.

Jedoch in den ṭariqah dieser großartigen Ṣūfīs[4]  traten in späteren Zeiten viele Menschen mit ihren Innovationen, Häresien und lästigen Praktiken zusammen ein. Natürlich sind sie aus der Sicht Allahs, Seines Gesandten und all Seiner rechtschaffenen Awliyā verwerflich. Sie unterbreiteten die Idee, dass die Awliyā von Allah einen Weg zu Allah besitzen worin die Befolgung des Weges des Propheten nicht bedingt ist, das ein Walī gleichgestellt zu einem Prophet sein kann, ja sogar größer als er, das jemand von ihnen „das Siegel der Heiligen“ und größer als all die vorausgegangen Awliyǟ, ja sogar noch kenntnisreicher als das Siegel der Propheten sein kann.  Solche und ähnliche Ideen wurden von den Häretikern geäußert, welche die Gemeinde der Ṣūfis betraten. Es sind diese im Irrtum liegende Ṣūfis welche Theosophen wurden und mystische Philosophien hervorbrachten.

 

Quelle: Ibn Taymiyyah Expounds of Islam, Muhammad Abdul-Haqq Ansari, mit dem Verweis zu Ar-Radd ‘aid al-Mantiqiyyin, S.514-516


[1] Gnosis beschäftigt sich mit den individuellen Erfahrungen, während sich Wissen mit den universalen Wahrheiten beschäftigt.

[2] Ahmad: Musnad, 4:56; Abu Dawud: Sunan, Kitab al-Ṣalāh, 22; An-Nasā’ī: Sunan, Kitab al-Jumu’ah, 20; Ibn Mājah: Sunan, Kitab al-Iqāmah, 88

[3] Anmerkung von at-Tanzil:  Imam al-Shafi’ī sagte: „Wenn ich ein Gefährte seiner eigenen Begierden (d.h. die Leute der Bid’a) sehe der über dem Wasser läuft, so würde ich es trotzdem nicht akzeptieren.“

[4] Anmerkung von at-Tanzil: Die geehrten und noblen Ṣūfīs, wie al-Bisṭāmī, al-Junayd, al-Tustari, al-Khawwass, Abu’l Bayan, Bishr al-Harfi und al-Dāranī sind frei von den abscheulichen Praktiken und Konzeptionen mancher späteren Ṣūfis und vieler gegenwärtigen; diese noblen mit solche in einem Atemzug zu nennen und sie zu verurteilen ist eine gewaltige Ungerechtigkeit gegenüber diese Gelehrten; man sollte differenzieren und nicht meinen, dass diese Meister irgendetwas mit solchen entgegen der Sharī’ia stehenden Praktiken/Konzeptionen gemein hätten die diese sog. Gruppen in ihren Namen verkünden/praktizieren.

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